Katarakt (Grauer Star)

     Das Carnosin unterdrückt nicht nur die Bildung von AGEs – die Hauptursache die zur Katarakt führt, aber schützt auch normale Eiweiße vor den toxischen Wirkungen von AGEs, die schon weiterentwickelt sind. Diese Kenntnisse sind relativ neu, seit dem Jahr 2000, als die Arbeiten aus King‘s College, University of London (C. Brownson, A. R. Hipkis und weitere) über die Wirkungen des Carnosins veröffentlicht wurden. Experimente beruhten auf dem Folgenden: Es wurde ein glykiertes  Ovalbumin (die Eiweiße vom Eiweiß/Eiklar wurden durch Glykation entwertet, mithilfe des bekannten Stoffes, das die Glykation von Eiweißen verursacht, Methylglyoxal). Das so entwertete Ovalbumin wurde mit A-Kristallin, dem Protein aus der Augenlinse, vermischt, und dies verursachte die Bildung von Querverbindungen (cross-linkings) im Kristallin, und somit auch dessen Undurchsichtigkeit.  Das  Carnosin   hat  nicht nur diese Entwertung des  Kristallines verhindert,   sondern   sogar   auch    dessen   Struktur   erneuert   und   somit  seine Durchsichtigkeit.

Weitere Studien haben ebenfalls positive Wirkungen des Carnosins im Sinne der Verbesserung des bereits entwickelten Glaukoms (Grüner Star) und dessen Prävention bestätigt. Diese Feststellung ist auch für Patienten, die unter der Alzheimer oder Parkinsonkrankheit leiden und ein höheres Vorkommen des Glaukoms vorweisen, sehr wichtig. Ganz sicher wurde die Wirkung von Carnosin-Augentropfen nachgewiesen, der die Alterung des Auges und der Sehwahrnehmung hinauszögert, fast eine 100%-ige Wirkung wurde bei der primären senilen Katarakt nachgewiesen, und in 80% der Fälle bei der senilen Katarakt. Diese Tropfen gehen durch die Wasser- und Lipid-Teile des Auges, wo das Carnosin sowohl präventiv als auch reparativ auf die durch das Licht induzierte Beschädigung der DNA wirkt. In bestimmten Ländern werden  Carnosin-Tropfen ganz regulär als Heilmittel für viele Augenerkrankungen genommen.